Good Bye, Händel!
Die Händelfestspiele in Halle (Saale) endeten mit Feuerwerk und Besucherrekord
© Thomas Ziegler
Die Galgenbergschlucht in Halle (Saale) ist eine beindruckende Kulisse für die traditionellen Abschlusskonzerte der Händel-Festspiele. Fünf hallesche Chöre und die Staatskapelle Halle spielten unter der Leitung von Martin Haselböck Werke von Georg Friedrich Händel. Selbstverständlich war diese Veranstaltung auch in diesem Jahr wieder ausverkauft.
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Stargast des diesjährigen Abschlusskonzertes war die Mezzo-Sopranistin Jennifer Larmore und die Konzertbesucher begeisterte. Die musikalische Leitung des Abends hatte Dirigent Martin Haselböck.
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Der Auftritt von Dagmar Szabados schien dem Publikum die Stimmung zu vergrätzen. Doch die Oberbürgermeisterin wollte der langjährigen Festspiel-Direktorin Hanna John Danke sagen. Die Konzertbesucher stimmte dies friedlich und dankten ebenfalls mit Applaus
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Tradition hat ebenfalls das Abschlussfeuerwerk der Händel-Festspiele in Halle (Saale). Das Publikum zeigte sich in der Galgenbergschlucht auch diese Jahr wieder begeistert.
Mit einem musikalischen Feuerwerk im Abschlusskonzert gingen am Sonntagabend die Händel-Festspiele in Halle an der Saale zu Ende. 57.000 Gäste (2008 waren es 40.000) besuchten die rund 80 Festspiel-Veranstaltungen in der Geburtsstadt des Barockkomponisten. "In Händels 250. Todesjahr haben wir Jubiläums-Händel-Festspiele erlebt, die in ihrer Vielfältigkeit und Qualität überragend waren", sagt Dr. Philipp Adlung, Direktor der Stiftung Händel-Haus. Die Kartenauslastung lag bei 94 Prozent und der Großteil der Veranstaltungen war ausverkauft.Mit einem musikalischen Feuerwerk im Abschlusskonzert gingen am Sonntagabend die Händel-Festspiele in Halle an der Saale zu Ende. 57.000 Gäste (2008 waren es 40.000) besuchten die rund 80 Festspiel-Veranstaltungen in der Geburtsstadt des Barockkomponisten. "In Händels 250. Todesjahr haben wir Jubiläums-Händel-Festspiele erlebt, die in ihrer Vielfältigkeit und Qualität überragend waren", sagt Dr. Philipp Adlung, Direktor der Stiftung Händel-Haus. Die Kartenauslastung lag bei 94 Prozent und der Großteil der Veranstaltungen war ausverkauft.
Die Händel-Festspiele 2009 standen unter dem Motto "HÄNDEL – der Europäer" und unter der Schirmherrschaft von Queen Elizabeth II. und Bundespräsident Horst Köhler.Auch Dr. Hanna John, Leiterin der Händel-Festspiele zog eine positive Bilanz: "Die Händel-Festspiele 2009 in Halle waren nicht nur die größten sondern auch die besten, die ich je erlebt habe. Sie waren geprägt von fesselnden Opernaufführungen und erstklassigen Konzerten". So waren Trevor Pinnock and Friends, Harry Bicket mit The English Concert, das Händelfestspielorchester Halle, die Lautten Compagney Berlin mit Wolfgang Katschner, die Kammerakademie Potsdam mit Andrea Marcon, Choir and Orchestra of the Academy of Ancient Music mit Richard Egarr, das kammerorchesterbasel unter Paul Goodwin u. v. a. m. in Halle zu Gast.
Zwei Opernpremieren und vier Uraufführungen standen 2009 auf dem Programm. Vom Publikum begeistert aufgenommen wurde die Festspielproduktion 2009 mit der Oper Halle "Floridante", die drei ausverkaufte Aufführungen erlebte. Ebenso stellten sich die Reprisen "Ariodante" und "Belshazzar" wieder als Publikumsmagnet heraus. Mit der gefeierten Uraufführung der Pasticcio-Oper "Anaesthesia", der Inszenierung "Kastraten", der erstmaligen Aufführung unbekannter Sätze aus Händels Oratorium "Samson" und vielem mehr erlebten die Besucher in Halle großartige musikalische Veranstaltungen. Begeisterungsstürme lösten die Festspiel-Opern-Produktionen 2009 "Serse" und "Alcina" im historischen Goethe-Theater Bad Lauchstädt aus. In einzigartiger Atmosphäre im Dom wurde das Konzert von Jordi Savall mit Le Concert des Nations vom Publikum mit minutenlangem Applaus gewürdigt. Jordi Savall erhielt während der Festspiele den mit 10.000 Euro dotierten Händel-Preis 2009 der Stadt Halle.
Die Späten bestraft das Leben oder der Sicherheitsdienst
Das Abschlusskonzert in der Galgenbergschlucht war selbstverständlich ausverkauft und die vorhandenen Bänke genügten nicht um allen Zuschauern einen Platz zu bieten. Deswegen war rechtzeitiges Erscheinen angesagt um sich auch noch einen Platz mit guter Sicht auf die Bühne zu sichern.
Doch der einsetzende Regen noch vor Konzertbeginn ließ nichts Gutes ahnen, aber Petrus hatte schnell ein Einsehen und verschonte die Konzertbesucher vor einen lang anhaltenden Regenschauer.
Mit einer Ausnahme gab es am Abend ausschließlich Werke von Georg Friedrich Händel zu hören. Bereits das zweite Stück des Abends machte deutlich, dass ein Platz in den vorderen Reihen auch einen besseren Hörgenuss sichert. Denn der Chor in Coronation Anthem I für Georg II. kam nur sehr dünn auf den hinteren Plätzen an, obwohl dem Dirigenten Martin Haselböck fünf hallesche Chöre zur Verfügung standen.
Spätestens mit dem Auftritt von Jennifer Larmore dürften sich einige Besucher in den hintersten Reihen so richtig bestraft gefühlt haben. Denn das Personal des Sicherheitsdienstes zog es vor Telefonate zu führen oder vertiefte sich in anregende Unterhaltungen.
Warum der Hauptsponsor des Abends ausgerechnet während des Gesangs von Jennifer Larmore Häppchen verteilen ließ, ist unklar und zeigte eine gewisse Respektlosigkeit gegenüber dem Publikum und dem Stargast des Abends. Gehobene Konzertkultur war das gewiss nicht, zumal die Moderationen genügend Raum für diese Art Werbeauftritte gegeben haben. Denn Sven Stephan bediente sich offensichtlich der diesjährigen Festschrift und hatte wenig Neues beizutragen.
Dank mit Böllern
Bevor das traditionelle Feuerwerk mit Händels Feuerwerksmusik startete rief der Moderator noch die Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados auf die Bühne. Diese Ankündigung rief allerdings laut vernehmbaren Unmut im Publikum hervor. Doch der Anlass ihres Auftritts war mehr als angebracht, denn sie verabschiedete die langjährige Festspieldirektorin Hanna John, die dieses Jahr in den Ruhestand geht und somit die letzten Händel-Festspiele in Halle (Saale) als Organisatorin erlebte.
Erst dann setzte die Staatskappelle Halle zum Spiel der Feuerwerksmusik an und Raketen stiegen in den Himmel.
Good Bye, Händel. Bis zum nächsten Jahr, dann finden die Händel-Festspiele in Halle (Saale) vom 3. bis 13. Juni 2010 statt.
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