Georg Friedrich Händel

Der große Sohn der Stadt Halle (Saale)

Am 23. Februar 1685 wurde der Komponist Georg Friedrich Händel in Halle an der Saale geboren. Als Sohn eines Wundarztes bekam er in seiner Geburtsstadt auch die Grundlagen für sein späteres musikalisches Schaffen vermittelt. Die Höhepunkte als Komponist feierte er jedoch in der Fremde, in England. Wo er auch im Alter von 74 Jahren am 14. April 1759 in London gestorben ist.

Winter 1685 in der erzbischöflich-magdeburgischen Residenzstadt Halle an der Saale, ein Freitag im Februar. Während unten im Tal Rauchschwaden über den Siedehäusern hängen, kämpft die 33-jährige Dorothea mit den Wehen. Ihr Sohn Georg Friedrich sollte an diesem Tag das Licht erblicken. Nur wenige Tage zuvor starb König Karl II. von England und sein Bruder Jakob II. übernahm die Amtsgeschäfte. Doch England war weit weg und eine Zukunft seines Sohnes auf der fernen Insel kam dem Vater Georg Händel, Hofchirurg beim Herzog von Sachsen-Weißenfels, an diesem Tag gewiss nicht in den Sinn. Und der Vater konnte ebenso wenig ahnen, dass er einen der berühmtesten Söhne von Halle gezeugt hatte.

Eine musische Ausbildung von Georg Friedrich stand ihm ebenso wenig im Sinn. Erst Jahre später, bei einem Besuch in Weißenfels, kam Georg Friedrich Händel mit Hofmusikern in Kontakt und durfte an der Orgel spielen. Was der Herzog mitbekommen und das im jungen Händel schlummernde Talent entdeckt haben soll. Worauf er den Vater davon überzeugte, dass man Georg Friedrich in eine musikalische Ausbildung schicken müsse.

Zurück in Halle schickte er seinen Sohn zu Friedrich Wilhelm Zachow, dem Organisten der Marktkirche "Unser Lieben Frauen". Bei ihm und an der Reichelt-Orgel, auf der Ostempore der Marktkirche, erlernte der junge Händel das Spielen an der Orgel. Aber neben anderen Tatsteninstrumenten, lernte bekam er auch Unterricht an Oboe und Violine. Zu jeder fundierten musikalischen Ausbildung gehört natürlich auch die theoretische Ausbildung. So ließ ihn sein Lehrer immens viel Vokalmusik schreiben und darüber hinaus sollte er wöchentlich eine Motette komponiert haben.

1702, er begann gerade das Studium der Rechtswissenschaften an der Universität in Halle, bot man Händel die Stelle eines Organisten am Dom an.

Hamburg und die ersten Opern

Bereits ein Jahr später ging er nach Hamburg, um im dortigen Opernensemble, erst als Violinist und später dann am Cembalo, zu musizieren. Hier freundete er sich auch mit dem Komponisten und Sänger Mattheson an.

Als in Lübeck die Stelle eines Organisten frei wurde, da der berühmte Organist Dietrich Buxtehude in den Ruhestand ging, reisten Händel und Mattheson gemeinsam dort hin, um sich zu bewerben. Doch nach dem bekannt wurde, dass bei Erfolg der Bewerbung auch die in die Jahre geratene Tochter des Vorgängers zu heiraten sei, nahmen sie wieder Abstand und fuhren unverrichteter Dinge zurück nach Hamburg.

Hier arbeitete Händel weiter an seiner ersten Oper. "Almira" wurde schließlich im Januar 1705 mit großem Erfolg in Hamburg aufgeführt. Kurze Zeit später erlitt Händel mit seiner zweiten Oper "Nero" beim Publikum einen Schiffsbruch. Die Opern Daphne und Florindo sollten folgen, die im Januar 1708 aufgeführt wurden. Doch da war Händel schon längst nicht mehr in Hamburg.

Italienische Wanderjahre

Im Spätsommer des Jahres 1706 machte sich Händel auf den Weg nach Italien.

Fortsetzung folgt